Neuer Aito M8: Huaweis Kassenschlager greift nach Level 3
Huaweis Erfolgs-SUV bekommt eine Neuauflage: In China läuft der Vorverkauf des neuen Aito M8, und die Technikliste hat es in sich.
Der Vorverkauf des neu aufgelegten Aito M8 ist gestartet. Mindestens 389.800 Yuan ruft die Allianz aus Huawei und Seres in China für das große Familien-SUV auf, umgerechnet rund 51.200 Euro. Das eigentliche Ausrufezeichen steckt aber in der Technikliste: Der neue M8 fährt in sämtlichen Varianten mit einer Architektur vor, die auf automatisiertes Fahren nach Level 3 ausgelegt ist.
Level-3-Hardware für alle, Freigabe offen
Serienmäßig an Bord ist die jüngste Ausbaustufe von Huaweis Fahrassistenz namens Qiankun ADS 5 samt neuer 3D-Sensorik. Zur Einordnung: Eine L3-taugliche Architektur bedeutet nicht, dass der M8 ab Werk hochautomatisiert fährt. Die flächendeckende Freigabe für Level 3, bei dem der Fahrer die Verantwortung zeitweise ans Auto abgibt, steht in China noch aus. Die Botschaft an die Kundschaft lautet also: Die Hardware soll bereit sein, wenn es so weit ist.
Auch abseits davon legt die Neuauflage nach. Die wichtigsten Eckdaten, allesamt Herstellerangaben:
- Vorverkaufspreis: ab 389.800 Yuan (rund 51.200 Euro), 5.000 Yuan Anzahlung werden beim Kauf mit 10.000 Yuan verrechnet
- 800-Volt-Architektur in allen Varianten
- Elektroversion: bis zu 830 km Reichweite (CLTC)
- Version mit Range Extender: bis zu 1.435 km kombinierte Reichweite (CLTC)
- Neu unter anderem: Zweikammer-Luftfederung, Hinterachslenkung, überarbeiteter Innenraum mit Schwerelos-Sitzen
Der finale Preis steht erst zum Marktstart fest, und in der Vergangenheit lag er bei den Huawei-Allianzmarken häufig unter dem Vorverkaufsniveau. Zum Vergleich: Der bisherige M8 startet aktuell bei 359.800 Yuan, rund 47.300 Euro.
Huaweis letzter großer Auftritt bei Aito
Der M8 ist für die Marke das Brot-und-Butter-Flaggschiff: Seit dem Marktstart im Frühjahr 2025 wurden nach Herstellerangaben bis Anfang August über 180.000 Exemplare ausgeliefert. Zugleich hat die Neuauflage Symbolwert, denn sie zählt zu den letzten Modellen, die noch von Huawei-Teams geprägt wurden, bevor Partner Seres das Tagesgeschäft der Marke übernimmt. Was hinter dem Machtwechsel bei Aito steckt, haben wir vergangene Woche ausführlich beleuchtet.
Kommt der M8 auch zu uns?
Kurzfristig nein. Aito verkauft seine Autos bislang nicht in Europa, und auch für den neuen M8 gibt es keine Ankündigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz. Relevant ist das SUV trotzdem, denn es zeigt, mit welcher Schlagzahl Huawei seine Fahrassistenz weiterentwickelt, während es hierzulande bislang nur vereinzelte Level-3-Angebote wie den Drive Pilot von Mercedes gibt. Sollte die Technik eines Tages den Weg zu uns finden, ob in einem Aito oder über andere Partner, träfe sie auf einen Markt, der solche Sprünge schlicht nicht gewohnt ist. Bis dahin bleibt der M8 das, was er seit anderthalb Jahren ist: der Beleg, dass Huaweis Auto-Wette in China aufgeht.
Das könnte dich auch interessieren:
Verwendete Quellen
Erstellt mit KI-Unterstützung nach unseren Redaktionsrichtlinien.