E-Auto-Rekord in Österreich: Chinas Marken feiern mit

Österreichs Neuwagenmarkt kippt gerade Richtung Strom. Die neuen Zahlen zeigen, wie stark die Chinesen davon profitieren. Eine Marke sticht heraus.

Teilen
Grauer Leapmotor B05 mit österreichischem Kennzeichen steht auf einem gepflasterten Platz
Der Leapmotor B05 trägt hier schon ein Klagenfurter Kennzeichen: Österreich wird für die Marke zum Rekordmarkt. | Bild: Leapmotor/Georg Krewenka

Historischer September auf Österreichs Automarkt: Erstmals war mehr als jedes dritte neu zugelassene Auto ein reines Elektroauto. 9.723 Stromer bedeuten 33,6 Prozent Marktanteil und ein Plus von satten 80,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und noch eine Premiere steckt in den frischen Daten der Statistik Austria: Zum ersten Mal wurden in Österreich mehr E-Autos neu zugelassen als Benziner und Diesel zusammen.

Der Gesamtmarkt legte dabei kräftig zu, 28.968 neue Pkw entsprechen einem Plus von 12,5 Prozent. Die Rechnung zahlen die Verbrenner: Benziner kamen nur noch auf 6.727 Neuzulassungen (minus 12,1 Prozent), Diesel auf magere 1.833 (minus 28,2 Prozent). Macht zusammen 8.560 Autos, weniger als die Stromer allein. Mobilitätsminister Peter Hanke jubelt entsprechend: „Die Elektromobilität ist in Österreich endgültig im Alltag angekommen.“

Leapmotor fährt allen davon

Mittendrin im Boom: die Marken aus China. Am lautesten feiert Leapmotor. Die von Stellantis vertriebene Marke meldet für September 416 Neuzulassungen, ein Plus von 303 Prozent und erneut 1,4 Prozent Marktanteil. Erstmals knackte sie dabei die Marke von 400 Autos in einem Monat, nur gut anderthalb Jahre nach dem Marktstart im Februar 2025. Seit Jahresbeginn stehen 2.345 Neuzulassungen zu Buche.

Der Nachschub ist organisiert: 41 Händlerstandorte zählt das Netz inzwischen, der kompakte B03X ist seit Kurzem flächendeckend verfügbar, der B05 schon seit dem Sommer. Österreich-Chef Christian Bley gibt sich entsprechend selbstbewusst: „Wir haben in Österreich gerade erst begonnen.“

BYD in den Top Vier, Xpeng mit Heimvorteil

Auch die anderen Chinesen mischen vorne mit. BYD steigerte seine E-Zulassungen seit Jahresbeginn um 68,2 Prozent und liegt im österreichischen Elektro-Ranking laut den „Oberösterreichischen Nachrichten“ auf Platz vier, nur noch hinter BMW, Skoda und Tesla. Xpeng wiederum verkauft seit einem Jahr in Österreich und spielt dabei eine besondere Karte: G6 und G9 werden gleich im Land gebaut, bei Magna in Graz.

Dasselbe Bild wie beim Nachbarn

Bemerkenswert ist die Parallele zu Deutschland: Auch dort meldete der September einen E-Auto-Rekord mit 34,5 Prozent Marktanteil, ebenfalls mit den China-Marken als Wachstumstreibern. Die beiden Kernmärkte des deutschsprachigen Raums kippen also im Gleichschritt Richtung Strom. Für die Hersteller aus Fernost könnte der Zeitpunkt kaum besser sein: Sie treffen auf Märkte, die gerade so schnell elektrifizieren wie nie zuvor.

Die wichtigsten Septemberzahlen aus Österreich im Überblick:

  • 28.968 neu zugelassene Pkw, plus 12,5 Prozent
  • 9.723 reine Elektroautos, plus 80,6 Prozent, 33,6 Prozent Marktanteil
  • Benziner: 6.727 Neuzulassungen (minus 12,1 Prozent), Diesel: 1.833 (minus 28,2 Prozent)
  • Leapmotor: 416 Neuzulassungen, plus 303 Prozent, 1,4 Prozent Marktanteil

Das könnte dich auch interessieren:

E-Auto-Rekord in Deutschland: Chinas Marken schalten einen Gang hoch
Auch beim großen Nachbarn war im September mehr als jeder dritte Neuwagen ein Stromer.

Erstellt mit KI-Unterstützung nach unseren Redaktionsrichtlinien.