BYD Da Han: Jetzt ist klar, wann das neue Flaggschiff kommt

Oberhalb des Han thront künftig der Da Han. Jetzt steht fest, wann BYDs neues Flaggschiff startet. Und die Eckdaten haben es in sich.

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Dunkelgrüner BYD Da Han fährt auf einer Bergstraße vor schneebedeckten Gipfeln
Der Da Han ist das neue Spitzenmodell von BYDs Dynasty-Reihe | Bild: BYD

Der 13. Oktober steht bei BYD jetzt dick im Kalender: An diesem Tag bringt der Konzern den Da Han in China auf den Markt. Die große Limousine setzt sich oberhalb des bekannten Han an die Spitze der Dynasty-Reihe und soll zeigen, was BYD technisch derzeit aufbieten kann. Das berichten übereinstimmend „CnEVPost“ und das chinesische Portal „ITHome“.

Im Vorverkauf ist der Da Han bereits seit dem 21. August, den Auftakt machte damals die Automesse in Chengdu. Drei rein elektrische Varianten stehen zur Wahl:

  • Heckantrieb Komfort: rund 32.700 Euro (249.900 Yuan), 370 kW (503 PS), 1.008 km Reichweite nach CLTC
  • Heckantrieb Flaggschiff: rund 35.300 Euro (269.900 Yuan), gleiche Technik, mehr Ausstattung
  • Allrad Flaggschiff: rund 39.300 Euro (299.900 Yuan), 570 kW (775 PS), 880 km nach CLTC

Wie immer gilt: Die Reichweiten stammen aus dem chinesischen CLTC-Zyklus, der deutlich optimistischer misst als das europäische WLTP-Verfahren. Real dürften die Werte spürbar darunter liegen.

Über fünf Meter Auto, gedacht als Technik-Schaufenster

Mit 5,26 Metern Länge und 3,13 Metern Radstand spielt der Da Han in der Liga von BMW 7er und Mercedes EQS. Damit der Riese handlich bleibt, lenken die Hinterräder mit, BYD verspricht einen Wenderadius von nur 4,95 Metern. Serienmäßig sind in allen Varianten zudem eine Doppelkammer-Luftfederung, das Lidar-gestützte Assistenzsystem God's Eye B und BYDs Blitzladetechnik an Bord. Beim Tempo macht die Limousine ebenfalls keine halben Sachen: 270 km/h Spitze, und den Zwischensprint von 100 auf 150 km/h soll der Allradler in 3,2 Sekunden erledigen.

Innen gibt sich das Flaggschiff betont luxuriös: vorn zwei Schwerelosigkeits-Sitze mit Liegefunktion, ein Devialet-Soundsystem mit 31 Lautsprechern, elektrisch abdunkelbares Sichtschutzglas und ein 130-Liter-Frunk unter der Fronthaube.

Kommt der Da Han auch zu uns?

Von einem Europa-Start ist bislang keine Rede. Erinnerungen werden trotzdem wach: Der normale Han gehörte 2022 zu den ersten BYD-Modellen für Deutschland und Österreich, damals für rund 72.000 Euro. In der Breite angekommen ist die Marke bei uns aber erst mit günstigeren Modellen wie Seal, Dolphin und Atto.

Dass das neue, nochmals größere Flaggschiff in China schon für weniger als die Hälfte des damaligen deutschen Han-Preises zu haben ist, zeigt, wie weit die Preiswelten auseinanderliegen. Eins zu eins übertragen ließe sich das ohnehin nie: Homologation, Steuern und die EU-Auflagen für China-Importe schlagen kräftig auf. Immerhin: In Österreich bliebe ein vollelektrischer Da Han von der NoVA verschont, und auch in der Schweiz ist BYD inzwischen vertreten. Die Bühne im DACH-Raum wäre also bereitet, falls sich der Konzern doch noch traut.

Und der normale Han? Der bekommt parallel seine dritte Generation: In China ist der Nachfolger bereits als Erlkönig unterwegs.

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