Xpeng G9L startet bei uns: Das kostet das XXL-SUV aus Graz
Bestellbücher offen: Xpengs neues Flaggschiff-SUV aus österreichischer Fertigung hat jetzt offizielle Preise für Deutschland und Österreich.
Xpeng macht ernst: Zur Europapremiere auf dem Pariser Autosalon hat die Marke am Montag die Bestellbücher für ihr neues Flaggschiff G9L geöffnet. Auch in Deutschland kannst du das XXL-SUV ab sofort über die Xpeng-Website ordern, die ersten Auslieferungen sind für Dezember geplant. Insgesamt soll der Wagen in 64 Länder und Regionen rollen.
Das kostet der G9L bei uns
Deutschland bekommt zum Start ausschließlich die Topausstattung Ultra. Die Preisliste laut Pressemitteilung:
- RWD Long Range Ultra (Heckantrieb, 7 Sitze): ab 74.600 Euro, 270 kW (367 PS), bis zu 591 km WLTP-Reichweite
- AWD Performance Ultra (Allrad, 6 Sitze): ab 79.600 Euro, 430 kW (585 PS), bis zu 553 km
- AWD Performance Ultra (Allrad, 7 Sitze): ab 85.600 Euro, Technik wie beim Sechssitzer
In Österreich beginnt die Preisliste laut „CnEVPost" bei 75.600 Euro und damit tausend Euro über dem deutschen Einstieg. Da die NoVA bei reinen Stromern entfällt, bleibt der Abstand zwischen beiden Märkten überschaubar. Alle Varianten nutzen dieselbe 110-kWh-Batterie mit NCM-Zellen.
Geladen in Kaffeepausenlänge
Technisch fährt der 5,12 Meter lange Wagen mit wahlweise sechs oder sieben Sitzen dick auf: 800-Volt-Architektur, bis zu 540 kW Ladeleistung und der Hub von 10 auf 80 Prozent in unter zwölf Minuten. Der Allradler spurtet in 4,9 Sekunden auf 100 km/h, bei 200 km/h wird abgeregelt. Anders als in China, wo der G9L auch mit Range Extender zu haben ist, bleibt es in Europa vorerst beim reinen Elektroantrieb. Auf das Auto gibt Xpeng sieben Jahre Garantie, auf die Hochvoltbatterie acht, jeweils bis 160.000 Kilometer. Das Assistenzpaket NGP auf Basis von VLA 2.0 soll ab 2027 per Software-Update folgen, vorbehaltlich der Zulassung durch die Behörden.
Ein Österreicher für Europa
Gebaut wird der G9L für Europa nicht in China, sondern bei Magna in Graz: Er ist bereits das vierte Xpeng-Modell aus der Steiermark nach G6, G9 und P7+. Damit umschifft Xpeng die EU-Zusatzzölle und darf sich obendrein ein Stück Lokalkolorit ans Revers heften. Der Schwung stimmt ebenfalls: Im September verkaufte die Marke laut „CnEVPost" erstmals mehr als 10.000 Autos in einem Monat außerhalb Chinas, exakt 10.055 Stück und damit rund doppelt so viele wie ein Jahr zuvor.
Mit dem G9L schiebt sich Xpeng hierzulande in ein Segment, das bisher Modelle wie Kia EV9 und Volvo EX90 unter sich ausmachen. Und die Chinesen bauen parallel ihr Vertriebsnetz aus, seit Oktober etwa mit Großhändler Emil Frey in Hessen und Baden-Württemberg. Ob der Dezember-Zeitplan für die ersten Auslieferungen hält, werden wir im Auge behalten.
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Verwendete Quellen
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