Xpeng L03: Die ersten Europa-Kunden haben ihr Auto

Xpengs günstigstes SUV-Coupé ist bei den ersten Kunden in Europa angekommen, der Chef übergab persönlich. Wann die Auslieferungen bei uns starten.

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Violettes Xpeng L03 SUV-Coupé fährt über einen Zebrastreifen vor einem Backsteingebäude
Das SUV-Coupé L03 ist Xpengs günstigstes Modell in Europa: Jetzt rollen die ersten Exemplare zu den Kunden. | Bild: XPENG

Meilenstein für Xpeng: Das SUV-Coupé L03 ist bei seinen ersten Kunden in Europa angekommen. Firmenchef He Xiaopeng übergab das erste Exemplar am 13. Oktober persönlich in Paris, wie das Unternehmen am Dienstag auf Weibo mitteilte. Frankreich macht den Anfang, und auch bei uns rückt der Termin näher.

Der L03 ist für die Chinesen mehr als nur ein weiteres Modell: Er ist das erste Auto der Marke, das im Juli zeitgleich in China und Europa Weltpremiere feierte, ausgerechnet in München. Verkauft werden soll das 4,65 Meter lange SUV-Coupé in 65 Märkten, als günstigstes SUV der Marke in Europa unterhalb des G6.

12.136 Bestellungen, bevor es Testwagen gab

Wie gut das Kalkül bislang aufgeht, verriet He Xiaopeng am Vorabend des Pariser Autosalons: 12.136 Bestellungen seien in Europa in knapp drei Monaten zusammengekommen, nach Unternehmensangaben wohlgemerkt, bevor überhaupt Testwagen bei den Händlern standen. Zur Einordnung: Bestellungen sind noch keine Zulassungen, und zu Anzahlungen oder Stornobedingungen schweigt sich Xpeng aus. Für einen Newcomer in dieser Preisklasse ist das trotzdem ein ordentlicher Vertrauensvorschuss.

Wann du in Deutschland dran bist

In Deutschland ist der L03 seit dem Premierentag bestellbar. Noch im Oktober sollen die ersten Autos bei den Händlern eintreffen, die Auslieferungen an Kunden starten offiziell im vierten Quartal. Die Preisliste:

  • RWD Standard Range: 58,2-kWh-Akku, bis 445 km WLTP, ab 35.600 Euro
  • RWD Long Range: 71,1 kWh, bis 520 km, ab 38.600 Euro
  • AWD Performance: 431 PS (317 kW), bis 440 km, ab 41.600 Euro
  • AWD Performance Ultra: Topausstattung samt 18 Lautsprechern, ab 46.600 Euro

Geladen wird an der 400-Volt-Architektur mit bis zu 236 kW, von 20 auf 80 Prozent geht es in 18 Minuten. Im Herbst folgt mit dem L03 Power X ein Range Extender ab 38.600 Euro, der bis zu 1.000 km Gesamtreichweite verspricht. Nach Xpengs eigener Rechnung liegt der Einstiegspreis gut 3.000 Euro unter dem eines Tesla Model Y.

Ein halber Österreicher ist er nicht

Einen Haken hat die Kampfpreis-Kalkulation allerdings: Anders als G6, G9, P7+ und das neue Flaggschiff G9L, die der Auftragsfertiger Magna im österreichischen Graz montiert, kommt der L03 aus China. Damit werden in der EU 20,7 Prozent Ausgleichszoll plus die üblichen zehn Prozent Importzoll fällig. Dass der Preis trotzdem so aggressiv ausfällt, zeigt, wie knapp Xpeng kalkuliert. Mittelfristig wollen die Chinesen ihre Produktion in Europa deutlich ausbauen.

Eine Premiere feiert auch die Software: Der L03 ist das erste Xpeng-Modell außerhalb Chinas, das Google Maps vollständig ins eigene Infotainment integriert, inklusive Echtzeitverkehr und Routenplanung.

Ob aus den vielen Bestellungen echte Zulassungen werden, zeigt sich ab November in den KBA-Zahlen. Die Chancen stehen nicht schlecht: Schon jetzt hat Xpeng in Deutschland nach acht Monaten fast doppelt so viele Autos zugelassen wie im gesamten Vorjahr.

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