Xpengs Robotaxi hat jetzt einen Namen und ein großes Ziel

Über 2.000 Testfahrten, eine eigene Buchungs-App und jetzt ein offizieller Name: Xpengs Robotaxi-Projekt schaltet einen Gang hoch.

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Xpeng-Mitarbeiter posieren im Werk Guangzhou vor den ersten Robotaxis auf GX-Basis
Im Mai liefen bei Xpeng in Guangzhou die ersten Serien-Robotaxis vom Band | Bild: XPENG

Seit Donnerstag hat Xpengs fahrerloses Taxi einen offiziellen Namen: XPENG YOYO, auf Chinesisch Xiaopeng Youyou. Die Marke soll für entspanntes, unbeschwertes Reisen stehen, teilte der Hersteller auf Weibo mit. Und sie verrät mehr über die Ambitionen, als es auf den ersten Blick scheint: Die englische Schreibweise sei bewusst weltweit leicht lesbar gewählt, der erste Schritt Richtung Weltmarkt.

Vom Betriebsgelände auf die Straße

Hinter dem Namen steckt ein Projekt, das zügig Fahrt aufnimmt. Mehr als 2.000 interne Testfahrten haben die in Serie gebauten Robotaxis in Guangzhou bereits absolviert, wie Konzernchef He Xiaopeng schon im August berichtete. Jetzt öffnet Xpeng die Erprobung per Einladungscode erstmals für Externe: Gebucht wird über ein eigenes WeChat-Mini-Programm, parallel ist eine Robotaxi-Seite auf der Firmen-Website live gegangen.

Level 4 ganz ohne Lidar

Technisch geht Xpeng einen eigenen Weg. Das Robotaxi basiert auf dem SUV GX und ist nach Herstellerangaben auf Level 4 ausgelegt, verzichtet aber komplett auf Lidar und hochauflösende Karten. Stattdessen setzt der Konzern auf Kameras, vier selbst entwickelte Turing-Chips mit zusammen 3.000 TOPS Rechenleistung und das Fahrmodell VLA 2.0, das Entscheidungen laut Xpeng in unter 80 Millisekunden trifft. Seit Mai läuft die Serienproduktion; mit der jetzt gestarteten Testrunde für Externe löst Xpeng den fürs zweite Halbjahr angekündigten Pilotbetrieb ein. Ab 2027 sollen die Wagen dann ganz ohne Sicherheitsbegleiter unterwegs sein.

Kommt das Robotaxi auch zu uns?

Konkrete Europa-Pläne gibt es nicht, die Richtung aber ist klar: Ab 2027 will Xpeng mit Mobilitätsplattformen im In- und Ausland kooperieren, als erster Partner für die offene Robotaxi-Schnittstelle steht der Kartendienst Amap fest. Bis fahrerlose Taxis durch deutsche oder österreichische Innenstädte rollen, dürfte es dennoch deutlich länger dauern, der Rechtsrahmen dafür entsteht erst. Spannender für uns ist der Unterbau: Dieselben Kamera- und KI-Systeme stecken in Xpengs Serienautos, und die verkauft die Marke längst auch bei uns. Gerade erst hat sich Xpeng dafür einen der größten Autohändler Deutschlands ins Boot geholt.

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Update, 26.10.2026: Xpeng hat für Yoyo die Zulassung für den L4-Testbetrieb im gesamten Stadtgebiet von Guangzhou erhalten. Der Zugang öffnet sich schrittweise über Einladungscodes; ab 2027 will Xpeng Fahrten ohne Sicherheitsfahrer anbieten.

Update, 27.10.2026: Xpeng hat am 26. Oktober die Genehmigung für L4-Testbetrieb im gesamten Stadtgebiet von Guangzhou erhalten. Der Zugang zum Robotaxi-Dienst Yoyo öffnet sich zunächst schrittweise über Einladungscodes.

Update, 27.10.2026: Xpengs Robotaxi-Sparte Yoyo hat am 26. Oktober die Genehmigung für den Level-4-Testbetrieb im gesamten Stadtgebiet von Guangzhou erhalten. Der Zugang öffnet sich schrittweise per Einladungscode; ab 2027 will Xpeng den Dienst ohne Sicherheitsfahrer anbieten und mit Ride-Hailing-Plattformen in weitere Städte expandieren.

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