Yangwang Altior: Die Weltpremiere zeigt, wie teuer BYD kann

Weltpremiere in Abu Dhabi: BYDs Nobelmarke zeigt den Altior erstmals ganz. Was die Luxuslimousine kann und was allein die Anzahlung kostet, liest du hier.

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Yangwang Altior in Zweifarblackierung mit gegenläufig geöffneten Türen vor einem Herrenhaus
Der Yangwang Altior bei seiner Weltpremiere: Die Portaltüren öffnen gegenläufig | Bild: Yangwang

Vor anderthalb Wochen hat BYDs Nobelmarke Yangwang ihrem kommenden Flaggschiff den Namen Altior verpasst, jetzt liefert sie das Auto dazu: Am Samstagabend feierte die Luxuslimousine in Abu Dhabi ihre Weltpremiere. Zum ersten Mal überhaupt hat die Marke damit ein Modell komplett im Ausland enthüllt. Und die Chinesen kleckern nicht: Portaltüren wie bei Rolls-Royce, 137 Schmucksteine im Kühlergrill und ein Markenemblem aus 24 Karat Gold.

Mehr Thron als Limousine

Mit 5,60 Metern Länge und 3,50 Metern Radstand fällt der Altior noch einmal größer aus, als es die Erlkönig-Berichte vermuten ließen. Die Zielgegner heißen Mercedes-Maybach S-Klasse und Bentley Flying Spur. Die wichtigsten Daten im Überblick:

  • Maße: 5.600 x 2.030 x 1.590 Millimeter, Radstand 3.500 Millimeter
  • Türen: gegenläufig angeschlagen, vorne bis 80, hinten bis 90 Grad öffnend, Regenschirm im Türfach inklusive
  • Antrieb: vier Elektromotoren (Yisifang-System) plus Yunnian-Fahrwerksregelung
  • Akku: Blade-Batterie der zweiten Generation mit 1.000-Volt-Schnellladetechnik
  • Reichweite: über 1.000 Kilometer nach chinesischer CLTC-Norm (deutlich optimistischer als WLTP)
  • Assistenz: neueste „God's Eye"-Generation mit BYDs eigenem 4-Nanometer-Chip Xuanji A3

Kurios: Ob der Altior rein elektrisch fährt oder teilelektrisch unterwegs ist, sagt Yangwang weiterhin nicht. Blade-Akku, Schnellladetechnik und die reine CLTC-Angabe sprechen allerdings klar für einen Vollstromer.

Champagner im Fond, Jade an den Düsen

Innen setzt Yangwang auf vier Einzelsitze. Im Fond trennt eine massive Mittelkonsole die beiden Sessel, inklusive Halterung für Champagnergläser, ausklappbaren Tischchen und eigener Bedieneinheit. Dazu kommen Liegesitze mit Massagefunktion, Echtholz, Metallschalter und Halbanilin-Leder. Bestellen lässt sich zunächst nur die limitierte Sonderserie „Shanhe Dingyun" in einer exklusiven Farbkombination aus Brauntönen und Jadeweiß, mit echtem Hetian-Jade-Dekor an den Lüftungsdüsen, vergoldeten Lautsprechergittern und Aramidfaser in den Türverkleidungen.

Anzahlung: 40.000 Euro, bitte

Wer eines der limitierten Exemplare will, überweist zunächst 300.000 Yuan Anzahlung, umgerechnet rund 40.000 Euro. Laut „CnEVPost" bleibt die Auflage bei 399 Stück weltweit, und der Preis soll sich bei 2,08 Millionen Yuan einpendeln, also rund 280.000 Euro. Final bestätigt ist das nicht, eine fünfsitzige Version soll später folgen. Zur Einordnung: Yangwang hat in den ersten zehn Monaten des Jahres gerade einmal 3.546 Autos verkauft. Der Altior soll also keine Stückzahlen bringen. Er ist die Visitenkarte eines Konzerns, der zeigen will, dass er auch ganz oben mitspielen kann.

Kommt der Altior auch zu uns?

Eher nicht, jedenfalls vorerst. Yangwang ist in Europa bislang nicht vertreten, in den Emiraten übernimmt der Handelsriese Al-Futtaim den Vertrieb. Dass BYD die erste komplette Auslandspremiere seiner Nobelmarke in den Golfstaaten feiert und nicht in Paris oder München, zeigt ziemlich genau, wo der Konzern die Kundschaft für solche Autos vermutet. In Deutschland und Österreich setzt BYD weiter auf Volumenmodelle, Europa-Pläne für den Altior gibt es bislang keine. Dass die Marke am Golf gerade einen Lauf hat, ist übrigens kein Zufall: Erst diese Woche knackte der U9 Xtreme ebenfalls in Abu Dhabi als erstes Serienauto die Marke von 500 km/h. Die Golf-Offensive hat System.

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