Yangwang Altior: BYDs Rolls-Royce-Jäger hat jetzt einen Namen

BYDs Nobelmarke tauft ihr Flaggschiff und kündigt die Weltpremiere an. Der Ort überrascht, und bei der Batterie könnte sich ein Coup anbahnen.

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Seitenansicht der Luxuslimousine Yangwang Altior, teilweise von einem goldenen Tuch verdeckt
Teaserbild der neuen Luxuslimousine Yangwang Altior | Bild: Yangwang/BYD

BYDs Nobelmarke Yangwang hat ihrem kommenden Flaggschiff offiziell einen Namen gegeben: In China heißt die Luxuslimousine Dingyao, auf den Weltmärkten Altior, abgeleitet vom lateinischen Wort für „höher“. Fast noch spannender als der Name ist der Ort der Enthüllung. Die Weltpremiere steigt laut „CarNewsChina“ am 5. November in Dubai, nicht etwa in Shanghai oder Peking.

Am Dienstag veröffentlichte die Marke dazu ein Teaserbild und ein kurzes Video. Zu sehen ist eine mächtige Limousine unter goldenem Tuch: Zweifarblackierung, gegenläufig öffnende Fondtüren im Stil von Rolls-Royce und ein Lidar-Sensor auf dem Dach. Die Front folgt der Designsprache des SUV-Flaggschiffs U8 und zitiert das „Ding“, ein antikes chinesisches Bronzegefäß.

Was bisher bekannt ist

Offizielle technische Daten hält Yangwang noch zurück. Aus Erlkönig-Sichtungen und Berichten chinesischer Medien ergibt sich aber bereits ein recht klares Bild:

  • Länge: rund 5,50 Meter, Radstand 3,35 Meter (damit etwa zehn Zentimeter länger als ein Rolls-Royce Ghost)
  • Gegenläufig angeschlagene Fondtüren, eine Premiere bei BYD
  • Dach-Lidar für die Fahrassistenz
  • Erwarteter Preis: über zwei Millionen Yuan, umgerechnet rund 270.000 Euro

Dazu dürfte sich der Altior großzügig aus dem Technikregal der Marke bedienen: Vier Elektromotoren wie in U8 und U9 sowie die hydraulische Fahrwerksregelung der Baureihe gelten als wahrscheinlich.

Kommt die Feststoffbatterie?

Das größte Fragezeichen betrifft den Akku. Chinesische Quellen handeln den Altior seit Wochen als erstes BYD-Modell mit Feststoffbatterie. Offiziell bestätigt ist das nicht, aber der Zeitplan würde passen: BYD hat angekündigt, 2027 sein erstes Serienauto mit dieser Zelltechnik zu bringen. Dass die Branche beim Thema gerade Tempo macht, zeigt der erste Serienstart einer Feststoffbatterie in China. Ein Prestigeobjekt in Kleinserie wäre der logische Einstieg, denn hohe Kosten spielen in dieser Preisklasse kaum eine Rolle.

Warum ausgerechnet Dubai?

Dass ein chinesisches Prestigeprojekt seine Weltpremiere im Ausland feiert, ist ungewöhnlich und ein klares Signal: Yangwang soll eine globale Marke werden, und die zahlungskräftigen Golfstaaten stehen dabei ganz oben auf der Liste. BYD zeigt die Marke in Dubai bereits seit 2024 in einem eigenen Showroom. Nötig hat Yangwang den Schub durchaus: Von Januar bis September lieferte die Marke in China 3.251 Fahrzeuge aus, immerhin ein Plus von 38,9 Prozent.

Was heißt das für uns?

Die Zielscheiben des Altior tragen fast alle deutsche Namen: die Maybach S-Klasse von Mercedes und der Ghost der BMW-Tochter Rolls-Royce, dazu in China der Maextro S800 von Huawei und JAC. Ob die Limousine nach Europa kommt, lässt BYD offen; verkauft wird Yangwang hier bislang nicht, und mit der Schwestermarke Denza wagt sich BYD gerade erst in die europäische Premium-Liga. Der lateinische Name und die Premiere in Dubai zeigen aber, wohin die Reise geht: Yangwang denkt global. Dass BYD auch bei den klassischen Limousinen gerade aufrüstet, beweist derweil die nächste Generation des Han. Die deutschen Luxusmarken dürfen die Chinesen jedenfalls nicht mehr belächeln: Angriffe auf Maybach und Rolls-Royce galten bis vor Kurzem als undenkbar.

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Update, 07.11.2026: Die Weltpremiere fand am 7. November in Abu Dhabi statt, nicht wie zunächst angekündigt am 5. November in Dubai. Der Altior ist zudem mit 5,60 Metern Länge und 3,50 Metern Radstand etwas größer als vorab berichtet. Alle Details zum enthüllten Fahrzeug: Yangwang Altior: Die Weltpremiere zeigt, wie teuer BYD kann

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