ID. Unyx 09 im Vorverkauf: VWs China-Coupé mit Xpeng-Hirn

VW startet den Vorverkauf seiner zweiten Xpeng-Co-Entwicklung. Was der ID. Unyx 09 kann und warum er hierzulande für Neid sorgen dürfte.

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Blauer VW ID. Unyx 09 auf einer dunklen Messebühne mit VW-Logo und Modellschriftzug
Der ID. Unyx 09 bei seiner Premiere auf der Automesse in Peking | Bild: Volkswagen AG

Volkswagen hat in China den Vorverkauf für den ID. Unyx 09 gestartet. Die elektrische Fließheck-Limousine ist nach dem SUV ID. Unyx 08 das zweite Modell, das VW gemeinsam mit dem chinesischen Partner Xpeng entwickelt hat, und sie zeigt ziemlich deutlich, wohin die Reise des Konzerns in Fernost geht. Los geht es bei 199.900 Yuan, umgerechnet rund 26.200 Euro.

Viel Technik fürs Geld

Die Eckdaten des von VW Anhui in Hefei gebauten Stromers können sich sehen lassen:

  • Abmessungen: 5.081 mm lang, 1.980 mm breit, 1.509 mm hoch, Radstand 3.030 mm
  • Antrieb: Heckantrieb mit 230 kW (313 PS) oder Allrad mit insgesamt 370 kW (503 PS)
  • Batterie: rund 92 kWh, LFP-Zellen von CATL, 5C-Schnellladen
  • Reichweite: bis zu 755 Kilometer nach chinesischer CLTC-Norm (Allrad: 705 Kilometer); nach WLTP dürften gut 600 Kilometer übrig bleiben
  • Preise: 199.900 bis 249.900 Yuan (rund 26.200 bis 32.800 Euro)

Der eigentliche Clou steckt aber im Rechner: Der Unyx 09 nutzt Xpengs Turing-Chip mit 750 TOPS Rechenleistung samt Xpengs Assistenzsystem, das Navigationsfahrten auf der Autobahn und in der Stadt sowie KI-gestütztes Parken beherrscht. Dazu kommen 26 Sensoren, ein 85-Zoll-AR-Head-up-Display, Brembo-Bremsen und eine Zweikammer-Luftfederung von Continental. Der Marktstart in China ist für Ende Oktober geplant.

In 24 Monaten entwickelt

Der Unyx 09 ist das bisher deutlichste Ergebnis der Partnerschaft, die VW und Xpeng 2023 geschlossen haben. Beide Modelle stehen auf der zonalen Elektronikarchitektur CEA, die VWs China-Entwicklung gemeinsam mit Cariad China und Xpeng aufgebaut hat; die Entwicklung dauerte nach Konzernangaben nur 24 Monate. Bemerkenswert ist auch die Preisgestaltung: Der Unyx 08 startete im April noch bei 229.900 Yuan (rund 30.100 Euro), der neue 09 setzt spürbar darunter an.

Und was haben wir davon?

Die ehrliche Antwort: erst einmal nichts. Der ID. Unyx 09 bleibt China vorbehalten, einen Europa-Start wird es laut „electrive“ nicht geben. Für Deutschland und Österreich ist das Modell trotzdem mehr als eine Randnotiz. Es zeigt, wie schnell und wie günstig VW mit chinesischer Hilfe inzwischen entwickeln kann, und es wirft die unbequeme Frage auf, warum die spannendste VW-Technik derzeit ausgerechnet nicht in Europa zu haben ist. Xpeng selbst mischt im DACH-Raum längst mit und lässt sein neues Flaggschiff sogar in Österreich bauen. Und wie groß die Nachfrage nach China-Stromern deutscher Konzerne hierzulande werden kann, zeigt der Fall der Grauimporte des Audi E5.

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