Mona L05: Xpeng startet sein Volks-SUV und unterbietet sich selbst

Xpeng hat den Mona L05 in China auf den Markt gebracht, zu Preisen unter der Vorverkaufs-Ansage. Und der Export in Richtung Europa läuft bereits.

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Silberner Xpeng Mona L05 in der Seitenansicht vor einem dunklen Gebäude, daneben Personen mit bunten Koffern
Der Xpeng Mona L05 ist in China offiziell auf dem Markt. | Bild: Xpeng

Zwei Wochen nach dem Start des Vorverkaufs hat Xpeng den Mona L05 nun offiziell auf den chinesischen Markt gebracht. Die eigentliche Nachricht steckt in der Preisliste: Das Fünfsitzer-SUV startet bei 144.800 Yuan, umgerechnet rund 19.500 Euro. Im Vorverkauf hatte Xpeng noch 169.800 Yuan als Einstiegspreis aufgerufen.

Möglich machen das zwei Dinge. Erstens hat Xpeng alle fünf bereits bekannten Varianten zum Marktstart um jeweils 15.000 Yuan (rund 2.000 Euro) günstiger eingepreist als angekündigt. Zweitens schiebt der Hersteller mit der 560 Plus eine neue Basisversion unter das bisherige Einstiegsmodell. Und wer bis zum 15. Dezember 5.000 Yuan anzahlt, bekommt nochmals 5.000 Yuan Nachlass: Dann beginnt die Preisliste bei 139.800 Yuan, also unter 19.000 Euro.

Sechs Varianten, zwei Antriebsarten

Der 4,87 Meter lange L05 fährt zweigleisig: als reines Elektroauto und als Range-Extender-Version mit einem Benziner als Stromerzeuger an Bord. Alle Reichweiten gelten nach der chinesischen CLTC-Norm, die deutlich optimistischer misst als das europäische WLTP-Verfahren:

  • 560 Plus (neue Basisversion): 144.800 Yuan (rund 19.500 Euro)
  • 535 Max: 154.800 Yuan (rund 20.900 Euro), 58,2-kWh-Akku, 535 km
  • 635 Max: 164.800 Yuan (rund 22.200 Euro), 71,1-kWh-Akku, 635 km
  • 635 Ultra SE: 176.800 Yuan (rund 23.800 Euro), 71,1-kWh-Akku, 635 km
  • EREV 1310 Max: 154.800 Yuan (rund 20.900 Euro), 37,2-kWh-Akku plus 1,5-Liter-Benziner, 310 km elektrisch, 1.310 km kombiniert
  • EREV 1310 Ultra SE: 166.800 Yuan (rund 22.500 Euro), Antrieb wie die Max-Version

Angetrieben werden alle Versionen von einem 183 kW (249 PS) starken Motor an der Hinterachse. Innen gibt es einen 17,3-Zoll-Touchscreen und ein 26,8 Zoll großes Head-up-Display, das die klassischen Instrumente ersetzt. Beim assistierten Fahren rechnen die Max-Versionen mit einem hauseigenen Turing-Chip (750 TOPS), die Ultra-SE-Versionen mit deren zwei und bekommen dafür Xpengs großes VLA-Assistenzmodell.

Warum Xpeng beim Preis so aggressiv wird

Der Kampfpreis hat einen Grund: Firmenchef He Xiaopeng hat für das vierte Quartal mehr als 60.000 Auslieferungen pro Monat als Ziel ausgegeben. Im September waren es gut 41.000, immerhin der beste Monat des Jahres. Die Lücke sollen vor allem der L05 und das große SUV G9L schließen. Dass Xpeng dafür den eigenen Vorverkaufspreis kurzerhand beiseite wischt, zeigt, wie hart der Preiskampf in Chinas Volumensegment inzwischen tobt.

Kommt der L05 auch zu uns?

Gut möglich, und womöglich schneller als üblich: Schon drei Tage vor dem Heimstart hat Xpeng die ersten L05 in den Export geschickt, 65 Länder und Regionen stehen auf der Liste, Links- und Rechtslenker wurden parallel entwickelt. Welche Märkte wann beliefert werden, lässt der Hersteller aber weiter offen. Ob und wann der L05 nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz kommt, ist damit noch nicht gesagt. Reizvoll wäre es: Hierzulande, wo Xpeng gerade mit dem in Graz gebauten G9L die nächste Stufe zündet, wäre ein günstiges Kompakt-SUV der logische Schritt in den Massenmarkt. Nur bei den Preisen sollte sich niemand Illusionen machen: Zwischen China-Tarif und Europa-Tarif liegen bei Xpeng bisher Welten, Zölle, Steuern und Homologation lassen grüßen.

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